Privatwaldbetreuungsrevier Linz

Das Privatwaldbetreuungsrevier berät die Waldbesitzer in den Verbandsgemeinden Asbach, Linz und Unkel.

Das Forstamt Dierdorf hat seine Privatwaldbetreuung im Kreis Neuwied verstärkt.

Bericht zur Neuorganisation der Privatwaldbetreuung

Neuorganisation der Privatwaldbetreuung

Um den privaten Waldbesitzern auch künftig eine nachhaltige, kompetente und effektive Betreuung zu gewährleisten, wurde die Organisation der Privatwaldbetreuung im Zuge einer strukturellen Neuausrichtung angepasst.

Mit der Auflösung des Forstreviers Rheinbrohl wurden die dort betreuten Privatwaldflächen dem Privatwaldbetreuungsrevier Linz zugeordnet. Gleichzeitig wurde das Privatwaldbetreuungsrevier Linz personell um einen zusätzlichen Betreuungsarbeitsplatz erweitert. Dadurch stehen den privaten Waldbesitzern mehr Betreuungskapazitäten sowie eine verbesserte fachliche Begleitung zur Verfügung.

Ziele der Umstrukturierung

Die Neuorganisation verfolgt das Ziel, die Privatwaldbesitzer bei den zunehmenden Herausforderungen einer zukunftsorientierten Waldbewirtschaftung noch gezielter zu unterstützen. Insbesondere der Klimawandel, die Zunahme von Extremwetterereignissen, Schädlingsbefall sowie die Anpassung der Wälder an veränderte Standortbedingungen erfordern eine intensive und fachlich fundierte Beratung.

Durch die Bündelung der Betreuung im Privatwaldbetreuungsrevier Linz und die personelle Verstärkung können:

  • die Beratungs- und Betreuungsleistungen weiter verbessert werden,
  • die Erreichbarkeit und Betreuung der Waldbesitzer optimiert werden,
  • Maßnahmen zur klimaangepassten und nachhaltigen Waldbewirtschaftung gezielt begleitet werden,
  • Förderprogramme und Wiederbewaldungsmaßnahmen effizienter umgesetzt werden sowie
  • eine langfristige Sicherung der ökologischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Funktionen des Privatwaldes unterstützt werden.

Ausblick

Mit der organisatorischen Neuaufstellung wurde eine wichtige Grundlage geschaffen, um den steigenden Anforderungen an die Privatwaldbetreuung gerecht zu werden. Ziel bleibt es, die privaten Waldbesitzer als verlässlicher Partner bei der nachhaltigen Bewirtschaftung ihrer Wälder zu begleiten und gemeinsam die Wälder widerstandsfähig und zukunftsfähig zu entwickeln.

 

 

Ihre Ansprechpartner in der Privatwaldbetreuung

Mein Name ist Justus Schmidt, und ich freue mich sehr, seit Oktober 2025 als Förster des Privatwaldbetreuungsreviers des Forstamts Dierdorf tätig zu sein.

Aufgewachsen in Hessen, entwickelte ich schon früh – nicht zuletzt durch meine Familie – eine enge Verbindung zum Wald und zur Forstwirtschaft. Erste praktische Einblicke sowie ein freiwilliges Jahr bei Hessen Forst bestärkten meinen Wunsch, die Forstwirtschaft zu meinem Beruf zu machen.

Daran schloss sich ein Studium der Forstwissenschaften in Göttingen an, gefolgt vom Anwärterjahr mit forstlichem Staatsexamen am Forstamt Hachenburg. Besonders prägend war für mich die intensive Arbeit an der Wiederbewaldung der durch Kalamitäten geschädigten Waldflächen.

In meiner neuen Aufgabe freue ich mich darauf, die Waldbesitzenden der Verbandsgemeinden Asbach, Linz und Unkel in allen Fragen rund um ihren Wald zu beraten. Gemeinsam möchte ich Wege finden, wie unsere Wälder auch in Zukunft vital, stabil und vielfältig bleiben können.

Auf bald –
Euer Förster Justus Schmidt

Kontakt:

Büro:

Forstamt Dierdorf

Hanallee 5
56269 Dierdorf

Mobil: 0152 -  288 516 84
E-Mail: justus.schmidt(at)wald-rlp.de

Mein Name ist Roland Wenks

Mit seiner umfassenden Erfahrung und Ausbildung bringt Roland Wenks wertvolles Fachwissen in die Privatwaldbetreuung ein.

 

Forstliche Vita von Roland Wenks

  • Ausbildung (2013–2015): Lehre im Forstbereich.
  • Gesellenzeit (2015–2017): Tätigkeit als ausgebildeter Forstwirt.
  • Meisterschule (2018): Vorbereitung und Abschluss der Meisterprüfung in Hachenburg.
  • Forstunternehmen (2019): Tätigkeit als Meister und Vorarbeiter im Kreis Neuwied.
  • FA Altenkirchen (2020–2024): Unterstützung im Revierdienst als Meister.
  • FA Dierdorf (seit 01.10.2024): Meister für die Betreuung von Privatwaldanteilen.

Kontakt:

Büro

Forstamt Dierdorf

Hanallee 5

56269 Dierdorf

Mobil: 0152 - 288 516 04

E-Mail: roland.wenks@wald-rlp.de

 

 

Historie

Als nach Ende des Zweiten Weltkrieges das Land Rheinland-Pfalz gegründet wurde und die Forstverwaltungen in den neuen Regierungsbezirken etabliert wurden, konnte man im damaligen Forstamt Linz am Rhein schon eine Stelle für die Privatwaldbetreuung finden. Aufgrund des hohen Privatwaldanteils im Norden des Kreises Neuwied erkannte man sofort die Notwendigkeit, den privaten Waldbesitzern einen kompetenten Ansprechpartner für alle Fragen der Waldbewirtschaftung zur Verfügung zu stellen. Das Privatwaldbetreuungsrevier betreute von 1949 bis 1994 die Privatwaldbesitzer in den Verbandsgemeinden Asbach, Bad Hönningen, Linz und Unkel. Im Zuge einer Umstrukturierung innerhalb des Forstamtes Linz wurde die Betreuung innerhalb der Verbandsgemeinde Bad Hönningen ab 1994 vom Forstrevier Rheinbrohl übernommen. Als Folge der Forstreform gehört das Privatwaldbetreuungsrevier Linz seit dem 01.01.2004 zum Forstamt Dierdorf.

Revier mit Waldbesitzstrukturen

Das Privatwaldbetreuungsrevier erstreckt sich vom Rheingraben entlang der Landesgrenze von NRW bis über die A3 in den Westerwald und grenzt dort an den Landkreis Altenkirchen.
Es umfasst in den drei Verbandsgemeinden Asbach, Linz und Unkel 29 Gemarkungen mit ca. 6.000 ha Privatwald, der sich auf fast 13.000 Waldbesitzer verteilt.

Betriebsgrößenklasse Anzahl Betriebe/Eigentümer
0,1 – 2  ha 12.822
2,1 – 10 ha 155
10,1 – 100 ha 15
100,1 – 500 ha 7
über 500 ha 1

Besonderheiten

  • Teile des Reviers liegen im Rotwildkern- bzw. Randgebiet, gerade im kleinstrukturierten Privatwald sind Aufforstungen aufgrund des erhöhten Wilddrucks oft schwierig.
  • Viele ältere Bestände sind durch Splitterschäden aus dem Zweiten Weltkrieg in ihrem Wert stark gemindert.
  • In einigen Gemarkungen liegt die Urkarte von 1828 zu Grunde, die meisten Parzellen sind nicht durch Grenzsteine markiert und nicht an ausgewiesene Wegeangebunden.
  • Durch Realteilung wurden die Flurstücke teilweise so stark verkleinert, dass oftkeine sinnvollen Bewirtschaftungseinheiten vorhanden sind.
  • Erschließung und Wegebau stecken in vielen Gemarkungen noch in den Kinderschuhen. Mangelndes Interesse, anfallende Kosten oder jagdliche Besonderheiten verhindern sinnvolle Planungen oft schon im Ansatz.
  • Der Anteil der Ausmärker nimmt immer stärker zu – dadurch verschwindet meist die Idendifikation für den „eigenen Wald“ und das Interesse für eine Bewirtschaftung lässt nach.
  • Ertragsschwache Wälder in Steillagen (Rhein- und Nebentälern) prägen viele Waldbilder im Revier. Die frühere Bewirtschaftung im Stock-ausschlagbetrieb ist völlig verschwunden – Brennholznutzung scheitert hier oft an der fehlenden Erschließung und an geeigneten Gerät.
  • Der im Jahre 1973 gegründete Kreiswaldbauverein Neuwied e.V. ist eng an die Arbeit in der Privatwaldbetreuung gekoppelt.Bei der Holzvermarktung, Materialbeschaffung, Unternehmereinsatz und forstlichen Fördermaßnahmen erleichtern Konzentrationsprozesse die einzelnenMaßnahmen erheblich. Über regelmäßige Waldbildungstage und Motorsägelehrgänge können lokale Bezüge aus der forstlichen Arbeits-praxis direkt an den Waldbesitzer vermittelt werden.
  • Das Forstamt Dierdorf und das Privatwaldbetreuungsrevier arbeiten eng mit dem Kreiswaldbauverein-Neuwied zusammen, ein Zusammenschluss von vielen Privatwaldbesitzern in unserer Region.