Forstliche Rettungspunkte

Förderungen

Kreiswaldbauverein hilft beim Zugang zur Förderung der Schadholzbeseitigung

Nachdem sich der Vorstand des Kreiswaldbauvereins Neuwied angesichts der verschärften Vorgaben zur Bekämpfung der Corona Pandemie gezwungen sah, die Mitgliederversammlung am 28. Oktober 2020 kurzfristig abzusagen, hat  der Vorstand mit Herrn Matthias Wagner, Mitarbeiter des Forstamtes Hillesheim und gleichzeitig Sachverständiger des landesweiten Projektes „ForstFörderwerk 2021“, eingehend die neue Förderkulisse des Landes Rheinland-Pfalz für die Beseitigung der Kalamitätsschäden und die Wiederaufforstung analysiert. Dabei kam es vor allem darauf an, die besonderen Schwierigkeiten in einem Realerbteilungsgebiet zu überwinden.

Dabei zeigte sich sehr rasch, dass die Nutzung der Festbetragsförderung bei der Beseitigung von Kalamitätsholz für die kleinen Privatwaldbesitzer eine deutliche bürokratische Entlastung bringt.

Aufarbeitung und Herabsetzung der Bruttauglichkeit

  1. Mehraufwand bei der Holzaufbereitung des Schadholzes            7,00 €/fm
  2. Entrindung des Schadholzes                                                               4,00 €/fm
  3. Hacken und Mulchen des nicht verwertbaren Restholzes            4,00 €/fm
  4. Transport von bruttauglichem Holz        -      Nahtransport          6,00 €/fm
  • Ferntransport          8,00 €/fm

 

Für Kleinprivatwaldbesitzer, deren forstliche Betriebsfläche unter 20 ha beträgt, kann die Zuwendung um 12,5 % erhöht werden – die Bagatellgrenze beträgt 200 €.

 Da die oben genannten Förderbereiche auch über einen Sammelantrag des Kreiswaldbauvereins abgegeben werden können, hat der Kreiswaldbauverein rechtzeitig einen entsprechenden Sammelförderantrag gestellt und bewilligt bekommen. Grundsätzlich  muss der Förderantrag vor Beginn der Maßnahme über das zuständige Forstamt gestellt werden und  erst nach Erhalt der Vorabgenehmigung darf begonnen werden. Weitere Informationen erhalten Sie von unserem  Privatwaldbetreuer Dieter Steinebach :

Privatwaldbetreuungsrevier- -Außenstelle Linz-  unter 026448086341 oder   0177 5607248 bzw.

dieter.steinebach@wald-rlp.de

Wiederbewaldung

Schwieriger gestalten sich Aufforstungsmaßnahmen und deren Förderung für kleinere Waldbesitzer. Das mehrstufige Antragsverfahren erfordert die gute Zusammenarbeit mit dem  Forstamt, außerdem ist ein ausführlicher Durchführung-und Verwendungsnachweis und der gesonderte Abruf der Fördermittel notwendig. Auch muss nach 10 Jahren der Erfolg der Aufforstungsmaßnahmen nachgewiesen werden. Deshalb kommt ein solches Verfahren wohl nur für größere Aufforstungsflächen infrage. Der Kreiswaldbauverein bemüht sich aber auf jeden Fall um Unterstützung, denn nur so lassen sich auf den Kahlflächen rasch klimastabile neue Wälder aufbauen.

Nachhaltigkeitsprämie

Zwischenzeitlich ist der Vorstand auch sehr gefordert, vielen Nachfragen bei der Beantragung der sogenannten Nachhaltigkeitsprämie des Bundes nachzukommen. Die 100 € bzw. 120,00 € je Hektar stehen grundsätzlich allen Waldbesitzern zur Verfügung, wenn sie Mitglied in der Berufsgenossenschaft sind und sich zertifizieren lassen. Dabei werden PEFC- und FSC-Zertifizierungen akzeptiert. Ob diese Prämie, die vorrangig zur Abpufferung der Einkommenswirkungen der aktuellen Waldschäden und der Anerkennung der Leistungen des Waldes im Klima- und Wasserschutz dienen, künftig in einer dauerhaften Klimaprämie münden, wird sich zeigen müssen. Jedenfalls ist jedes Mitglied aufgerufen zu prüfen, ob es diese Prämie in Anspruch nehmen möchte. Ansprechpartner ist der 2. Vorsitzende  Uwe Werner (0178 4477581 bzw. uwe.werner@forst-werner.de) und unser Geschäftsführer Michael Graf Hoensbroech (02224 3999 bzw. hoensbroech.haanhof@t-online.de).

Nimmt man die (leider bereits überzeichnete) neue Investitionsförderung in der Forstwirtschaft über die Landwirtschaftliche Rentenbank in Frankfurt hinzu, dann wird deutlich, dass sich sowohl die Bundesregierung wie auch die Landesregierung offenkundig den Bedrängnissen der Waldbesitzer durch Trockenheit und Borkenkäfer nicht mehr verschließen. Auch die Möglichkeit, mithilfe der Naturverjüngung zu neuen Waldbeständen zu bekommen und dabei auch den Voranbau mit klimastabileren neuen Baumarten zu ermöglichen, nimmt die Anliegen der Waldbesitzer auf.

Kommunalpolitiker helfen bei Wiederbewaldung

Verbandsgemeinden der Leaderregion: Waldwärts an Rhein und Wied

Gesundheitsgefahr durch den Eichenprozessionsspinner

Sicherheit geht vor!  Motorsägenkurse

Neue Motorsägenlehrgänge

 

Der Kreiswaldbauverein Neuwied bietet in Kooperation mit dem Privatwaldbetreuungsrevier

vom Forstamt Dierdorf für alle Waldbesitzer und Brennholznutzer einen neugestalteten zweitägigen Motorsägengrundlehrgang an. Im theoretischen Teil werden die aktuellen Unfallverhütungsvorschriften vorgestellt - der praktische Teil vermittelt die sichere Aufarbeitung von liegendem Holz und die Fällung von Bäumen bis zu einem Brusthöhendurchmesser

von 20 cm. Auch der eintägige Motorsägenkurs MS Basis wird weiterhin angeboten.

Weitere Informationen und Anmeldung bei unserem Instruktor Andreas Eckloff.

Mobil: 0174 99 21 332

 

Foto: Kreiswaldbauverein - Neuwied