Gesundheitsgefahr durch den Eichenprozessionsspinner

LEADER-Projekt der Verbandsgemeinden Unkel-Linz-Bad Hönningen bringt große Chancen.

Der Vorstand des Kreiswaldbauvereins hat sich auch mit einem besonderen Leader-Projekt für den Kleinprivatwald von drei Verbandsgemeinden im nördlichen Kreis Neuwied befasst. Die Verbandsgemeinden Linz, Unkel und Bad Hönningen haben bei der LAG Rhein-Wied die Förderung eines mehrjährigen Projektes erreicht, welches die mehr als 10.000 kleinen Privatwaldbesitzer in ihrer Region wieder enger an ihren Waldbesitz heranzuführen soll. Durch die Realerbteilung ist auf etwa einem Drittel der Waldflächen die waldbauliche Nutzung und Pflege immer schwieriger geworden. Das Projekt soll den Waldbesitzern deshalb helfen, den Zustand ihrer Wälder zu erfassen, Entwicklungsmöglichkeiten zu besprechen und strukturelle Verbesserungen zu erreichen. Alle vorgesehenen Fördermöglichkeiten sollen genutzt werden. Das gilt auch für die Bildung von Waldgemeinschaften und die Verbesserung der Holzvermarktung.

 Nach Ansicht der Vorsitzenden des Kreiswaldbauvereins Neuwied Dr. Gisela Born—Siebicke  bietet dieses Projekt eine gute Chance, den regionaltypischen Kleinprivatwald an den Bewirtschaftungsstandard des Kommunalwaldes heranzuführen, klimastabile, artenreiche Waldbestände zu begründen und das Waldeigentum in einem großen Teil der Bevölkerung wieder positiv zu besetzen. Das Vorhaben ist auf drei Jahre angelegt und wird von einer praxisorientierten Agentur aus der Forstwirtschaft begleitet.

Auch bei der Überwindung der aktuellen Borkenkäferplage kann dieses Projekt helfen. Das gilt sowohl für die kontinuierliche Weiterentwicklung der vorhandenen Laubwälder wie auch für die Neubegründung von Wald auf den Schadholzflächen mit trockenheitsresistenteren Baumarten. Als nächste Schritte sind die gezielte Ansprache der Waldbesitzer in den Ortsgemeinden der drei Verbandsgemeinden, die Erfassung der örtlichen katastermäßigen und waldbaulichen Situation sowie die Befragung der Waldbesitzer hierzu vorgesehen. Alle Mitglieder des Kreiswaldbauvereins sind aufgefordert, dieses Projekt in ihrer jeweiligen Ortsgemeinden nachdrücklich zu unterstützen. Das Engagement der drei Verbandsgemeinden ist in Rheinland-Pfalz einzigartig und verdient die volle Unterstützung des Kreiswaldbauvereins.

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Ministerin Ulrike Höfken überreicht Verdienstmedaille an Dr. Gisela Born-Siebicke

 "Herausragendes Engagement für Wald und Waldbesitzenden".

Foto: Uwe Werner

Ich freue mich sehr, Gisela Born-Siebicke heute diese hohe Auszeichnung des Landes Rheinland-Pfalz für ehrenamtliches Engagement zu überreichen. Denn sie verbindet in ihren vielen und langjährigen Aktivitäten zwei Themen, die mir sehr am Herzen liegen: den Wald und die Unterstützung der Waldbesitzenden“, sagte Umweltministerin Ulrike Höfken heute bei der Überreichung der Verdienstmedaille  des Landes Rheinland-Pfalz an Gisela Born-Siebicke aus Unkel im Landkreis Neuwied. Die Verdienstmedaille des Landes Rheinland-Pfalz wird von Ministerpräsidentin Malu Dreyer für besondere ehrenamtliche Verdienste um die Gesellschaft und die Mitmenschen verliehen.

„Der Wald ist Lebensraum, Klimaschützer und CO2-Speicher, ein Ort der Erholung und Ressource. Wir müssen ihn gemeinsam für kommende Generationen bewahren und schützen – das wird in diesem Jahr wieder besonders deutlich“, sagte Höfken. „Gisela Born-Siebicke hat sich über Jahrzehnte für unsere Wälder eingesetzt: Stellvertretend für viele engagierte Bürgerinnen und Bürger dankt ihr das Land Rheinland-Pfalz mit der Verdienstmedaille für die unermüdliche ehrenamtliche Arbeit zur Förderung einer nachhaltigen Forstwirtschaft.“ Die Ministerin betonte: „Wir brauchen konsequenten Klimaschutz, die massive Reduktion der Treibhausgase und einen naturnah bewirtschafteten Wald, dem eine Anpassung an den Klimawandel gelingt und dabei hilft, die Klimaziele zu erreichen.“ Höfken verwies auf die Walderklärung, in der sich im Juni 2019 die Landesregierung mit den kommunalen Spitzenverbänden und den übrigen Vertretern des Waldbesitzes in Rheinland-Pfalz auf ein Programm verständigt hat. 

„Ohne die Zusammenarbeit mit privaten Waldbesitzern sowie ehrenamtlich Engagierten Bürgerinnen und Bürgern könnte das Land alleine die Aufgaben und Ziele unteranderem zum Klimaschutz nicht umsetzen“, sagte Höfken. „Ich denke da an die Überzeugungsarbeit vor Ort und das Begeistern von Menschen, damit sich diese für den Wald einsetzen.“ 

Gisela Born-Siebicke ist seit 1986 im Vorstand des Kreiswaldbauvereins Neuwied und seit 2006 dessen Vorsitzende. Die Interessen der privaten Waldbesitzer und Waldbesitzerinnen in Rheinland-Pfalz vertritt sie seit 2006 auch im Vorstand des Waldbesitzerverbandes Rheinland-Pfalz sowie als stellvertretende Vorsitzende des Forstausschusses der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz. „Als Mitglied des Landeswaldausschusses liegt die Unterstützung der Waldbesitzerinnen und Besitzer mit in ihren Händen“, sagte Höfken weiter.

Die Ministerin hob zudem das politische Engagement von Born-Siebicke hervor: So ist sie für die Verbandsgemeinde Unkel und den Landkreis Neuwied jeweils Mitglied des Rates und war von 2004 bis 2009 Erste Beigebordnete der Stadt Unkel. In dieser Funktion kümmerte sie sich um die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger; insbesondere in Umweltangelegenheiten. Darüber hinaus war sie von 2009 bis 2011 Mitglied im 15. Landtag des Landes Rheinland-Pfalz.

Foto: Uwe Werner

Sicherheit geht vor!  Motorsägenkurse

Neue Motorsägenlehrgänge

 

Der Kreiswaldbauverein Neuwied bietet in Kooperation mit dem Privatwaldbetreuungsrevier

vom Forstamt Dierdorf für alle Waldbesitzer und Brennholznutzer einen neugestalteten zweitägigen Motorsägengrundlehrgang an. Im theoretischen Teil werden die aktuellen Unfallverhütungsvorschriften vorgestellt - der praktische Teil vermittelt die sichere Aufarbeitung von liegendem Holz und die Fällung von Bäumen bis zu einem Brusthöhendurchmesser

von 20 cm. Auch der eintägige Motorsägenkurs MS Basis wird weiterhin angeboten.

Weitere Informationen und Anmeldung bei unserem Instruktor Andreas Eckloff.

Mobil: 0174 99 21 332

 

Foto: Kreiswaldbauverein - Neuwied