Hallo und herzlich willkommen beim Kreiswaldbauverein Neuwied

Wenn Sie alles Wissenswerte über unseren Verein erfahren möchten, sind Sie hier an der richtigen Adresse.
Von der Historie über Ergebnisse, Veranstaltungen und neueste Trends bis hin zur Mitgliedschaft und Beitrittserklärung finden Sie hier alles, was Ihnen im Zusammenhang mit unserem Tun einen ganzheitlichen Überblick verschafft. 

Aktuelle Information zur waldbaulichen Situation und der Arbeit des Kreiswaldbauvereins Neuwied.

  • Kreiswaldbauverein lobt guten Zusammenarbeit mit Privatwaldbetreuung in Krisenzeiten

Die Arbeit des Kreiswaldbauvereins Neuwied wurde im Frühjahr dieses Jahres durch die Folgen der Corona-Pandemie erheblich erschwert. Das ist umso bedauerlicher, als gerade in dieser Zeit viele Waldbesitzer wegen der fortdauernden Trockenheit und Borkenkäferschäden in ihren Wäldern gefordert waren. Der Vorstand des Kreiswaldbauvereins hat deshalb in mehreren Telefonkonferenzen und bilateralen Gesprächen vor allem den Einschlag von Kalamitätsholz und die Wiederaufforstung im Kreis Neuwied erörtert. Dabei wurde das große Engagement des Privatwaldbetreuers Dieter Steinebach vom Forstamt Dierdorf hervorgehoben. Ihm gelang es in Zusammenarbeit mit den örtlichen Vereinsmitgliedern und privaten Holzeinschlagsunternehmen den Einsatz der Holzerntemaschinen besitzübergreifend zu organisieren. Bei den vorherrschenden kleinen und Kleinstparzellen im Wald eine mehr als herausfordernde Aufgabe.

Die Vorsitzende des Kreiswaldbauvereins Dr. Gisela Born-Siebicke sprach ihm und seinen Kollegen in den örtlichen Forstrevieren ihre große Anerkennung aus. Durch die rasche und konsequente Holzentnahme werde nicht nur der Befallsdruck des Borkenkäfers reduziert, sondern sogleich auch ein Zeichen gesetzt, dass gemeinsames Handeln im kleinen Privatwald ganz konkret zur Schadensbegrenzung und zum Aufbau neuer waldbaulicher Perspektiven beiträgt. Die zwischenzeitlich angelaufene Förderung beim Einschlag und bei der Neubegründung klimastabiler Wälder braucht ebenfalls die kontinuierliche Unterstützung durch das Forstamt.

  • Gedankenaustausch mit CDU-MdB Erwin Rüddel

Im Bundestagswahlkreis von MdB Erwin Rüddel (Landkreise Altenkirchen und Neuwied) hat der Wald eine ganz besondere Bedeutung für die Forst- und Holzwirtschaft, das Ökosystem, den Tourismus sowie den Klimaschutz. In einer gemeinsamen Erklärung mit den Vorsitzenden der beiden Kreiswaldbauvereine unterstreicht Erwin Rüddel deshalb die Bedeutung des von der Bundesregierung beschlossenen Sonderprogramms zur Überwindung der akuten Waldschäden. Hierfür seien 480 Millionen € Bundesmittel zusätzlich bereitgestellt worden. Zusammen mit den Ländermitteln ergeben sich knapp 800 Millionen €. Der Verfall der Holzmärkte, die fortgesetzte Schädigung durch Trockenheit und Borkenkäfer gefährden die Aufbauarbeit einer ganzen Generation von Waldbauern. Deshalb müsse die Hilfe jetzt bei den Waldbesitzern ankommen.

Dr. Gisela Born-Siebicke erinnerte in diesem Zusammenhang auch an die schwierige Aufgabe, klimastabile Baumarten für die Wiederaufforstung zu finden. Zumal sich jetzt zeige, dass nicht nur die Nadelwälder sondern auch die Laubmischwälder trockenheitsbedingte Ausfälle zeigen. Deshalb müssten die forstwirtschaftlichen Versuchseinrichtungen mit Nachdruck die Anbauwürdigkeit neuer Baumarten für die hiesige Region prüfen und den Waldbesitzern entsprechende Informationen vermitteln.

LEADER-Projekt der Verbandsgemeinden Unkel-Linz-Bad Hönningen bringt große Chancen

Der Vorstand des Kreiswaldbauvereins hat sich auch mit einem besonderen Leader-Projekt für den Kleinprivatwald von drei Verbandsgemeinden im nördlichen Kreis Neuwied befasst. Die Verbandsgemeinden Linz, Unkel und Bad Hönningen haben bei der LAG Rhein-Wied die Förderung eines mehrjährigen Projektes erreicht, welches die mehr als 10.000 kleinen Privatwaldbesitzer in ihrer Region wieder enger an ihren Waldbesitz heranzuführen soll. Durch die Realerbteilung ist auf etwa einem Drittel der Waldflächen die waldbauliche Nutzung und Pflege immer schwieriger geworden. Das Projekt soll den Waldbesitzern deshalb helfen, den Zustand ihrer Wälder zu erfassen, Entwicklungsmöglichkeiten zu besprechen und strukturelle Verbesserungen zu erreichen. Alle vorgesehenen Fördermöglichkeiten sollen genutzt werden. Das gilt auch für die Bildung von Waldgemeinschaften und die Verbesserung der Holzvermarktung.

 Nach Ansicht der Vorsitzenden des Kreiswaldbauvereins Neuwied Dr. Gisela Born—Siebicke  bietet dieses Projekt eine gute Chance, den regionaltypischen Kleinprivatwald an den Bewirtschaftungsstandard des Kommunalwaldes heranzuführen, klimastabile, artenreiche Waldbestände zu begründen und das Waldeigentum in einem großen Teil der Bevölkerung wieder positiv zu besetzen. Das Vorhaben ist auf drei Jahre angelegt und wird von einer praxisorientierten Agentur aus der Forstwirtschaft begleitet.

Auch bei der Überwindung der aktuellen Borkenkäferplage kann dieses Projekt helfen. Das gilt sowohl für die kontinuierliche Weiterentwicklung der vorhandenen Laubwälder wie auch für die Neubegründung von Wald auf den Schadholzflächen mit trockenheitsresistenteren Baumarten. Als nächste Schritte sind die gezielte Ansprache der Waldbesitzer in den Ortsgemeinden der drei Verbandsgemeinden, die Erfassung der örtlichen katastermäßigen und waldbaulichen Situation sowie die Befragung der Waldbesitzer hierzu vorgesehen. Alle Mitglieder des Kreiswaldbauvereins sind aufgefordert, dieses Projekt in ihrer jeweiligen Ortsgemeinden nachdrücklich zu unterstützen. Das Engagement der drei Verbandsgemeinden ist in Rheinland-Pfalz einzigartig und verdient die volle Unterstützung des Kreiswaldbauvereins.

  •  Was tut sich im Kreiswaldbauverein Neuwied?

Nachdem die Jahreshauptversammlung unseres Kreiswaldbauvereins Neuwied nicht im Juni stattfinden kann, hat sich der Vorstand eine auf eine Verschiebung dieses Termins in die zweite Jahreshälfte verständigt. Wir werden rechtzeitig Termin und Ort mitteilen.

Wenig erfreulich ist auch, dass unsere Waldbildungstage zur Zeit nicht wie gewohnt stattfinden können. Geplant ist ein Termin im Herbst zum Thema Schadholzaufbereitung, Vorbereitung der Neuanpflanzung oder des Wald-Voranbaus sowie die standortangepasste Baumartenwahl. Wir werden dafür eine typische Schadholzfläche auswählen.

Im Rahmen des angesprochenen Leader-Projektes wird eine Information über die jeweiligen Ortsbürgermeister an die Waldbesitzer gehen. Alle Vereinsmitglieder sind gebeten, sich in diese Diskussion einzubringen.

Als Vorsitzende des Kreiswaldbauvereins grüße ich Sie sehr herzlich – und bleiben Sie gesund!

Ihre

Gisela Born-Siebicke

Waldbrandgefahr steigt deutlich an!

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Foto: Kreiswaldbauverein - Neuwied
Foto: Kreiswaldbauverein - Neuwied

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